Einblicke in gereifte Lebenswege

Einblicke in gereifte Lebenswege

alte menschen

Mittlerweile durfte ich viele Seiten des Alterns kennen lernen. Wie einst Jacob Grimm in seiner Rede über das Alter schrieb, haben die Menschen bereits zu allen Zeiten das nahende Alter als schweres Übel empfangen. Gleichermaßen erwähnt er jedoch auch folgendes: Jedes Übel und Leiden führt leicht im Stillen irgendeinen zu gute kommenden Ersatz mit sich. Es liegt ein Widerspruch darin, dass während alle Menschen alt zu werden wünschen, sie doch nicht alt sein wollen. Der Greis sollte sich von Dank erfüllt fühlen, dass ihm zur letzten Lebensstufe vorzuschreiten vergönnt war … Sicherlich weise Worte. Wie können wir jedoch damit realistisch in unserer heutigen Zeit umgehen? In einer Zeit, in der der Mensch mit dem Alter, seinen daraus resultierenden Erkrankungen, seiner Einsamkeit und dem Tod, doch so wenig anfangen kann. Diese Thematik ist  in unserer Generation noch heute vielfach ein Tabu. Es gehört zu einer Tatsache, dass wir das Alter vielleicht eine Zeit lang ignorieren können, wir können es aber nicht abschaffen. Stattdessen schämen wir uns alt zu werden und entwickeln Ängste. Unsere  Generation steht deshalb vor gewaltigen Aufgaben. Die häufigste Erkrankung im Altersbereich stellt heute die Demenz dar.  2009 erkrankten alleine in Deutschland  250.000 Menschen neu an einer Demenz. Grund dafür sind steigende Lebenserwartungen. In Deutschland gibt es heute 1,2 Millionen Demenzkranke. Bis zum Jahre 2020 wird sich diese Zahl vermutlich verdoppeln, sofern bei der Prävention und Therapie kein Durchbruch gelingt. Unglaublich wichtig ist  hierbei die Aufklärung und Begleitung von Angehörigen, die meist völlig in der Luft hängen. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass meistens bereits nach einem Jahr (wenn Demenzkranke in Altersheimen oder Wohngemeinschaften untergebracht werden) der Angehörigenbesuch deutlich eingeschränkt, teilweise auch ganz abbricht. Wenn Menschen mit Alterserkrankungen zu Hause betreut werden, stellt jenes teilweise eine deutliche Überforderung der Pflegenden dar. Diese Menschen müssen unterstützt werden! Deutschlandweit gibt es viele Anlaufstellen für Betroffene. Wenn Fragen zu diesem Thema auftreten sollten, können Sie sich jederzeit an die unten genannte Adresse wenden.

Aufgabengebiet:
Ambulante und psychosoziale Begleitung für demenziell und psychisch Erkrankte und deren Angehörige

Wirkungskreis:
berlinweit

Zertifikat:
Anerkennungsbescheid von der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales, erteilt am 18.Januar 2010,
siehe: Betreuungsangebote barrierefrei